Diese Übersetzung wurde noch von keinem Muttersprachler geprüft. Wenn etwas falsch klingt, schreiben Sie mir — ein Buch über Sprachen darf sich kein Ungefähr leisten. Einen Fehler melden

In Arbeit — Erscheinen noch offen

sechs Buchstaben, sechs Schriften

Ein Buch darüber, was jede Sprache denkbar macht.

So viele Sprachen, so viele Arten, die Welt zu zerschneiden — und was die Literatur daraus macht.

Der Einsatz

Eine Sprache ist kein Code. Sie ist eine Art, die Welt zu zerschneiden.

Es gibt Dinge, die eine Sprache in einem einzigen Wort sagt und die eine andere mit einem ganzen Satz umgehen muss. Das Russische hat einen Namen für den Kummer ohne Grund. Das Lateinische kommt ohne Artikel aus. Das Kreolische hat in einer Generation eine ganze Grammatik neu gebaut. Und die Gebärdensprache sagt mehreres zugleich, weil sie über eine Dimension verfügt, die den anderen fehlt.

Dieses Buch stellt jeder von ihnen dieselbe Frage: Was macht diese Sprache denkbar? Und sieht dann nach, was ihre Literatur daraus gemacht hat — denn Schriftsteller sind diejenigen, die eine Sprache bis an ihre Grenzen treiben, dorthin, wo sie ihre Form zeigt.

Keine Vorkenntnisse nötig: jedes Kapitel beginnt bei null und lässt sich lesen, ohne ein Wort der Sprache zu können.

Das ganze Vorhaben lesen

In jedem Kapitel

8 Zugänge, immer dieselben

Der Aufbau wiederholt sich von Kapitel zu Kapitel: erst das macht den Vergleich möglich, und damit das Verstehen.

01

Die Schrift

Wie es geschrieben wird, und warum so

Alphabet, Silbenschrift, Schriftzeichen — oder gar nichts. Jedes System hat eine Geschichte und schreibt eine Art des Lesens vor: von links nach rechts, von rechts nach links oder im Raum.

02

Der grammatische Knoten

Das, was diese Sprache zu präzisieren zwingt

Jede Sprache macht eine Information verbindlich, die die anderen im Dunkeln lassen: Geschlecht, Aspekt, Höflichkeit, die Quelle dessen, was man behauptet. Ein Kapitel je Knoten.

03

Die unübersetzbaren Wörter

Die Wörter, die wir entleihen, weil uns die Entsprechung fehlt

Sehnsucht, toska, jeong, sobremesa. Nicht als Sammlung von Kuriositäten, sondern als Beweise: diese Wörter existieren, weil eine Kultur sie denken musste.

04

Die Schwelle

Ein Text im Original, Satz für Satz erklärt

Eine Gründungsseite jeder Literatur, in ihrer Sprache gegeben, umschrieben, übersetzt und dann auseinandergefaltet — damit auch ein Leser, der kein Wort der Sprache kennt, sehen kann, wie der Text funktioniert.

05

Was die Übersetzung verliert

Zwei oder drei Übersetzungen derselben Stelle nebeneinander

Am besten sieht man eine Sprache, wenn man betrachtet, was sich sperrt, sobald man sie in eine andere hinüberzubringen versucht.

06

Falsche Freunde und Fallen

Dort, wo die Ähnlichkeit lügt

Wörter, die sich von einer Sprache zur anderen gleichen und nicht dasselbe sagen: der vergnügliche Teil, und der lehrreichste.

07

Eine lebendige Stimme

Ein Gespräch je Sprache

Übersetzerinnen, Schriftsteller, Gebärdende, Lehrende: Menschen, die in der Sprache wohnen und erzählen, wie es ist, von einer in die andere zu wechseln.

08

Zum Anfangen

Zwanzig Minuten bis zum ersten gelesenen Wort

Jedes Kapitel endet mit einer Übung, die zu schaffen ist: ein Ladenschild in Kyrillisch entziffern, drei chinesische Radikale erkennen, ein Wort auf Arabisch lesen. Nicht die Sprache lernen — die Schwelle überschreiten.

Quer durch das Buch

Die Streifzüge

Was die Kapitel durchquert, ohne ein eigenes zu haben: Altgriechisch, Polnisch, Luxemburgisch — und Systeme, die bedeuten, ohne Sprachen zu sein, von der Zeichnung bis zur Mathematik.

Die 9 Streifzüge

Ein Vorgeschmack

Jedes Kapitel beginnt mit einem Text

Je est un autre.
Rimbaud, lettre à Paul Demeny, 15 mai 1871
Arma virumque cano, Troiae qui primus ab oris…
Ich singe von den Waffen und dem Mann, der als Erster von Trojas Küsten…
Virgile, Énéide, I, 1 (v. 29-19 av. J.-C.)
Sé grenn diri ki ka fè sak diri.
Es sind die Reiskörner, die den Sack Reis ausmachen.
Proverbe créole antillais, tradition orale
Alle Eröffnungstexte

Mitmachen

Dieses Buch braucht Stimmen

Jedes Kapitel endet mit einem Gespräch mit jemandem, der die Sprache bewohnt: einer Übersetzerin, einem Gebärdensprachler, einer Lehrerin — oder einfach jemandem, der sie gelernt hat und noch weiß, wo es weh tut.

Und wenn Ihnen ein Fehler auffällt — ein ungenaues Zitat, eine schiefe Umschrift, ein falsches Datum —, sagen Sie es. Ein Buch über Sprachen hat kein Recht auf Ungefähres.

Dem Autor schreiben

Dem Schreiben folgen

Das Buch wird öffentlich geschrieben

Ein Brief zu jedem fertigen Kapitel: der Text im Werden, die Funde, die Sackgassen. Keine Werbung, kein aufgezwungener Takt, Abmeldung mit einem Klick.

Ihre Adresse dient allein diesen Briefen. Sie wird weder verkauft noch weitergegeben.